Art

Genau wie das Viertel selbst beherbergt das Soho Grand unzählige echte Kunstwerke. Von Fotografien und zeitgenössischer Kunst bis hin zu Skulpturen und Strukturen gibt es hinter jeder Ecke neue Schätze zu entdecken: Im gesamten Hotel werden zum Leuchten von Mica durch Edison-Glühlampen erhellt, und sogar die Türen des Aufzugs sind handbemalt. Weder Mühen noch Kosten wurden gescheut, um jedem Detail die gebührende Beachtung zu schenken. So entsteht die einzigartige Note eines Hotels, mit der es unzweifelhaft zu einem der weltbesten Häuser wurde.

Bill Sofield arbeitete mit der New Yorker Fotografin Andrea Stern zusammen, um Kunst ins Hotel zu bringen. Sterns Leidenschaft galt dabei der Einführung von echten Kunstwerken – von Fotografien bis hin zu Skulpturen. Für die Gestaltung der Fläche über der Großen Treppe wählte sie den Künstler Joseph Stashkevetch. Das Werk ist beeindruckende 10 x 14 Fuß groß und wurde speziell für diese Fläche und die Eröffnung des Hotels in Auftrag gegeben. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine Fotografie, sondern um eine Zeichnung, die mit Conté-Kreiden (ein harter kleiner Stab aus Öl und Kohle) und Aquarelleffekten entstand.

Der Auftrag lautete, Kunst und Kunstwerke in das Hotel zu bringen, so wie man sie auch in ein – kleines oder großes – Zuhause eingliedern würde. Jedes Stück wurde sorgfältig ausgewählt oder geschaffen, und jedes Stück hat seine einzigartige Geschichte, sein bauliches Erbe und seine Tradition. Die außergewöhnliche Treppe aus Flaschenglas in der Hauptlobby reflektiert die Gehwege in SoHo, die Jahrhunderte lang mit Flaschenglas versetzt waren. Die Treppe führt hinauf zur Lobby, die mit einer verspiegelten Decke überwölbt ist und den Blick zu majestätischen Säulen führt. Nebenan im Salon spannt sich handgemaltes Silberdekor über die beiden zauberhaft ornamental gestalteten Vogelkäfige aus geschwärztem Stahl, die echte kleine Mise-en-Scènes beherbergen.

Das Soho Grand ist haustierfreundlich, und überall im Hotel finden sich Hundeskulpturen. Schon in der unteren Lobby werden die Gäste von zwei stählernen Dänischen Doggen begrüßt, die am Aufgang der Flaschenglastreppe wachen. (Beide sehr beliebt und heiß begehrt: Vor ein paar Jahren wurde eine der Doggen gestohlen, nur um ein paar Tage später wieder an ihrem rechtmäßigen Platz neben ihrem Zwilling aufzutauchen. Schlaue Entscheidung, denn Kunstdiebstahl ist ein Verstoß gegen Bundesrecht.) In der ersten Etage flankieren zwei kleine Rennhunde aus Messing die Rezeption, und in der Penthouse-Etage werden die Lofts von zwei stoischen Keramik-Labradoren bewacht.
Für alle Zimmer, Suiten und die Penthouses wählte Stern echte Schwarzweiß-Fotografien, die von der Galerie Howard Greenberg zur Verfügung gestellt wurden. Die Fotos stammen von bekannten New Yorker Fotografen und entstanden in den 1940ern und 1950ern. Diese Bilder mit Kultcharakter unterstreichen das Leitmotiv ‘New Yorker Vergangenheit’ und verweisen auf das künstlerische Erbe von SoHo.

In den Zimmern zeigt sich die besondere Wertschätzung der Kunst in der Wahl der maßgefertigten und altehrwürdigen Stücke, und in der meisterhaften Verarbeitung von Kommoden, Schreibtischen und Spiegelglas. Sofield wählte skulpturale Tischchen als Nachttische aus, gruppierte Schreibtischstühle aus geschnürtem Leder von Eileen Gray an Kupferpenny-Schreibtischen und an Tischen mit einer Platte aus Drahtglas. Der Wandschmuck im Badezimmer wurde von Saul Steinberg, dem berühmten Illustrator des New Yorker, entworfen und die Handtuchhalter sind vom Ambiente Pariser Metrostationen inspiriert. Die Couchtische in den Suiten bestehen aus recycelten Zeitungen, und die Esstische sind vom Werk des renommierten Künstlers Jasper Johns inspiriert.

Die Dauerausstellung im Club Room, die von der Morrison Hotel Gallery in SoHo zur Verfügung gestellt wird, zeigt Bilder des berühmten Fotografen Terry O’Neill. O’Neill wird besonders für seine unvoreingenommene Dokumentation von Stars und Modestilen der 1960er Jahre geschätzt. Durch seine sorglose Annäherung an sein Motiv unterscheidet er sich ganz wesentlich von seinen Zeitgenossen. Die Auswahl der Fotografien für den Club Room setzt Berühmtheiten tatsächlich in großem Maßstab in Szene. Alle Fotografien sind direkt auf Bronzemetallbögen aufgebracht.